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Fairness

PLAN UND PERSPEKTIVE

Gesundheitswoche für Lokomotivführer

Der FairnessPlan e.V. hat im Spätherbst 2013 die ersten Gesundheitswochen in Bad Dürrheim im Schwarzwald und in Bad Malente in der Holsteinischen Schweiz angeboten. Die Regeltermine für die maßgeschneiderten Gesundheitswochen zur Prävention, aber auch zur Wiederherstellung der Gesundheit nach Berufskrankheiten für Lokomotivführer sind bereits restlos ausgebucht. Um einen ersten Eindruck der Gesundheitswochen zu bekommen, befragte das GDL Magazin VORAUS Klemens Köhler (36) aus der Ortsgruppe Nürnberg.

Wie kann sich ein Außenstehender die Gesundheitswoche vorstellen?
Im Großen und Ganzen kann man sie als eine Art Schnupperkurs für ein gesünderes und fitteres Leben für Schichtarbeiter bezeichnen. Man bekommt hier viele Tipps und wird zur Fitness motiviert. Bei den Übungen und Untersuchungen werden die Defizite des eigenen Körpers deutlich und es werden Wege aufgezeigt, die Mängel zu beseitigen. Das Ganze ist gut verpackt und man kann den Alltag hinter sich lassen und sich gut erholen.

Wie beurteilen Sie die persönliche Betreuung?
Man merkt zwar, dass wir die Ersten in den Gesundheitswochen sind, aber das ist alles andere als schlecht, denn die Referenten sind individuell auf die Belange von uns Lokomotivführern eingegangen und passen die Schulungen entsprechend an. Ursprünglich waren sie auf „Standard“-Schichtdienst ausgelegt. Doch noch in der Diskussionsrunde haben wir schnell klarmachen können, dass unser unregelmäßiger Schicht- und Wechseldienst damit nicht zu vergleichen ist. Ich bin mir sicher, dass dadurch künftige Gruppen noch besser informiert werden. Die Organisation ist gut durchdacht. Man hat sofort gemerkt, dass die Vital-Kliniken über viele Jahre Erfahrung verfügen. Jeder der Angestellten ist hilfsbereit und informiert. Auch die Infoblätter zu Gesundheitsthemen sind sehr hilfreich. Das Rahmenprogramm ist interessant und abwechslungsreich. Vor allem habe ich zuvor noch nie selbst Eisstockschießen gespielt. Doch das Wichtigste ist die Kollegialität. Ich habe Kollegen aus anderen Ecken des Landes kennengelernt und konnte mich super über unseren Beruf und die GDL austauschen.

Wie finden Sie das Ambiente und die Region?
Die Klinik selbst ist ein sehr schönes und altes Gebäude. Sie ähnelt einem kleinen Schloss, das innen aufwendig saniert wurde. Hinzu kommt, dass die Anlage früher ein Eisenbahnerheim war. Die Region kann man einfach nur als ruhiges und schönes Fleckchen Erde bezeichnen. Besonders genießen kann man die Landschaft bei der Anreise mit dem Zug.

Wurden Ihre Erwartungen erfüllt und was hat Ihnen am besten gefallen?
Ich bin mehr als zufrieden! Ich bin hierhergekommen, weil ich hilfreiche Tipps für den Alltag, Informationen über bessere Ernährung und Fitness bekommen wollte. Aus diesen Gründen hat mir auch die Fachkompetenz der Referenten sehr gefallen und dass sie so flexibel und wissbegierig waren. Mein Tipp sowohl an junge als auch an ältere Kollegen: Die Gesundheitswoche ist nur sinnvoll für jemand, der daran interessiert ist, etwas für seinen Körper zu tun und einiges über gesunde Ernährung, die Bewältigung von Stress oder Schlafproblemen zu erfahren. Jemand, der für wenig Geld eine Woche Urlaub machen will, kommt nicht auf seine Kosten.

Und zum Schluss: Wie haben Sie von der Gesundheitswoche erfahren und wie haben Sie sich angemeldet?
Erfahren darüber habe ich durch den Aushang an meiner Dienststelle. Weitere Informationen habe ich mir anschließend über die Homepage www.fairnessplan.org geholt, auf der ich dann letztlich auch den Antrag heruntergeladen habe. Diesen habe ich umgehend ausgefüllt und unterschrieben an den FairnessPlan e.V. in Frankfurt geschickt.
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